Buer

Bueraner Bürgerforum

 

Wo drückt der Schuh in Buer?

Bueraner Wunsch: Baugebiet mit Spielplatz

Beim Bürgergespräch in Buer haben geschätze 50 Einwohner dem CDU-Ortsverband und örtlichen -Politikern ihre Sorgen und Nöte geschildert, aber auch Kritik ausgesprochen.

 

Zuvor waren im Ort drei Sammelboxen aufgestellt worden, in die Karten eingeschmissen werden konnten, um so auch anonym auf Probleme hinzuweisen. Diese Themen kamen dann auf den Tisch und auch persönlich hatten die Bueraner einige Anliegen.

Ausgiebig diskutiert wurde zum Beispiel über die Ortsentwicklung: Anwohner wünschten sich ein neues Baugebiet mit Spielplatz für junge Familien und eine Gewerbe- und Industrieentwicklung im Ort. Die Angst vorm Ortssterben wurde offenkundig. „Das ist ein berechtigter Wunsch, dem wir in allen Stadtteilen mit Vorbehalten nachkommen wollen.“, äußerte sich Bürgermeister Reinhard Scholz. Geduld sei hier das Stichwort. Zudem sei es im Moment schwer an Grundstücke heran zu kommen wie Ortsverbandsvorsitzender Frank Schlattmann zu bedenken gab. Die CDU bleibe aber dran.

  

Kamen mit den Bueraner Bürgern ins Gespräch: u.a. Sabrina Schlattmann, Vorstand Junge Union; Mirco Bredenförder, Moderation; Christina Tiemann, stellvertretende Bürgermeisterin; Frank Schlattmann, Ortsverbandsvorsitzender; Gerda Hövel, Stadtverbandsvorsitzende und Harald Kruse, Vorsitzender der Stadtratsfraktion (von  links). Foto:Luisa Spanier


Leerstände füllen

Schlattmann wies jedoch auch auf die Notwendigkeit erst die Lücken im inneren Ortskern zu schließen und Leerstände zu füllen. Die waren auch den Bürgern ein Dorn im Auge. „Wir müssen uns vor allem auch fragen was in fünf bis zehn Jahren mit diesen Leerständen ist.“, äußerte sich eine Bueranerin.

Ein anderer wichtiger Punkt war die Barrierefreiheit im Ort: Durch das unebene Kopfsteinpflaster an der Kirchhofburg sei es unmöglich im Rollstuhl zum Beispiel vom Arzt zur Apotheke zu kommen oder mit Rollator oder Kinderwagen über den Wochenmarkt zu schlendern. Gefordert wurde eine Schiene im Pflaster. Stadtverbandsvorsitzende Gerda Hövel sei das Problem schon länger bewusst: „Es ist wichtig das jetzt Schritt für Schritt anzugehen, allerdings ist das eine Maßnahme, die länger dauern wird.“, erklärte sie.

Auch kam der Wunsch nach einer Verkehrsberuhigung in bestimmten Straßen auf, um mit Kindern nicht direkt an einer Hauptverkehrsstraße wohnen zu müssen. So soll zum Beispiel die Stüvestraße verengt werden, um einen Pufferbereich zwischen Häusern und Straße zu schaffen. Hierfür müssen jedoch zunächst die entsprechenden Mittel zur Verfügung stehen. Auch das soll die Attraktivität des Ortes vor allem für junge Familien steigern. Auch um die Schulen gab es Sorge: Viele fürchteten, der Schulstandort in Buer könne auf Dauer nicht erhalten werden, da viele Schüler nach NRW abwanderten.

„Viele Gewerbetreibende“


Ein anderer Ortsansässiger bemängelte, dass es zu wenige Verbrauchermärkte im Ort gebe (nur einen Edeka). Frank Schlattmann entgegnete, dass es genug Gewerbetreibende in Buer gebe. Zudem seien die Voraussetzungen für einen weiteren Verbrauchermarkt da, nur die Interessenten blieben bisher aus.

Angesprochen wurde auch die enge Straßenführung in Wetter, die eine Diskussion um die gewünschte Autobahnanbindung Buers anstieß. Andere Kritikpunkte waren Müll und Dreck in der Burtonstraße, Hundekot im Ort, das regelmäßig unter Wasser stehende Schützenhaus und Probleme mit der Internetgeschwindigkeit.

Quelle: Meller Kreisblatt

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